Das Ziel: Ein umfas­sender Ausbau des trinationalen
S-Bahn-Angebots

Die für die Bestellung der trinationalen S-Bahn Basel zuständigen Behörden haben das strategische Angebotsziel für den Horizont 2030 beschlossen und koordinieren gemeinsam die Weiterentwicklung des Bahnangebots.

Eine erste Etappe des Ausbaus beinhaltet folgende Angebots­verbesserungen:

  • Die Verdoppelung der Anzahl der S-Bahn-Züge zwischen Liestal und Basel SBB von zwei auf vier Verbindungen pro Stunde. Durch eine Verknüpfung mit dem bestehenden französischen Angebot werden die neuen S-Bahn-Züge Liestal – Basel direkt nach Mulhouse weiterfahren.
  • Die Bedienung des neuen Bahnhofs EuroAirport zwischen Mulhouse und Basel mit TER- und S-Bahn-Zügen. Neben den TER und S-Bahnen, welche bereits heute zwischen Basel und Mulhouse verkehren, wird zusätzlich die S-Bahn Laufen – Basel bis zum EuroAirport verlängert. Insgesamt werden somit 6 Züge pro Stunde und Richtung von Basel zum EuroAirport fahren.
  • Die Ergänzung des Angebots am Oberrhein durch einen stündlich verkehrenden, beschleunigten Regionalexpress auf der Strecke Karlsruhe – Basel.

Auf den Horizont 2030 werden mit dem Infrastrukturprojekt Herzstück-Basel folgende Angebotsverbesserungen angestrebt:

  • Sämtliche Linienäste der S-Bahn werden über die bisherigen Endpunkte in Basel hinaus durchgebunden:
    • Birs-, Ergolz- und Fricktal werden mit je einer halbstündlichen S-Bahn-Linie direkt mit dem Elsass (EuroAiport/Mulhouse) und mit Südbaden (Wiesental/Hochrhein) verbunden.
    • Die Bahnhöfe am Oberrhein bis Freiburg (Breisgau) werden mit einer halbstündlichen direkten S-Bahn über Basel an den EuroAirport angebunden.

  • Grundsätzlich verkehren alle Linien im Halbstundentakt.
  • Durch die Überlagerung verschiedener S-Bahn-Linien ergibt sich auf folgenden Strecken mindestens ein Viertelstundentakt:
    • EuroAirport – Basel
    • Lörrach – Basel
    • Rheinfelden (CH) – Basel
    • Liestal – Basel
    • Aesch – Basel

  • Jede Linie bedient auf dem Gebiet der Stadt Basel mindestens vier Haltestellen. Damit ist auch der Übergang zum Tram- und Busnetz sowie zum Fernverkehr optimal gewährleistet.
  • Die neuen innenstädtischen Haltestellen am Herzstück sind aus der ganzen Region erreichbar und werden im 5 bzw. 10 Minuten-Takt bedient.
  • Ein neuer, stündlich verkehrender Regioexpress zwischen Delémont und Basel ergänzt das Angebot im Laufental.

 

Folgende Beispielverbindungen werden gemäss Angebotskonzept halbstündlich umsteigefrei angeboten:

  • Kleinbasel (Klybeck) – Dornach-Arlesheim: 16 Minuten
  • Basel Morgartenring – EuroAirport: 9 Minuten
  • Kaiseraugst – Basel Bad Bf: 26 Minuten
  • Grossbasel (Basel Mitte / Marktplatz) – Zwingen: 30 Minuten
  • Efringen Kirchen – Basel Solitude: 17 Minuten
  • Sierentz – Münchenstein: 33 Minuten
  • Grenzach – Basel Dreispitz: 21 Minuten
  • Lörrach Hbf – Liestal: 38 Minuten

Diese bedeutenden, grenzüberschreitenden Angebotsausbauten sind auch an die Realisierung zahlreicher Infrastrukturvorhaben geknüpft, die aus verschiedenen Quellen finanziert werden. Über die Plattform trireno wird der Fortschritt dieser Infrastrukturprojekte koordiniert und die sich daraus ergebenden Angebotsverbesserungen werden abgestimmt.