2030

Der Bahnanschluss an den EuroAirport

Eine multimodale Verkehrsplattform

Der EuroAirport ist eine der grossen Verkehrs­infra­strukturen des Dreiländerecks am Oberrhein. Er ist der drittgrösste Landes­flughafen der Schweiz und der fünftgrösste Regional­flughafen Frankreichs. Zudem hat er sich zu einem Kompetenzzentrum für Flugzeug­wartung und -innenausbau entwickelt und stellt somit einen wichtigen regionalen Arbeits­platz­standort dar. Er generiert erhebliche Verkehrs­ströme: 20 000 Personen (Flugpassagiere und Arbeitskräfte des Flughafens) reisen tagtäglich mit dem Auto, dem Taxi oder dem Bus vom oder zum Flughafen.

Der EuroAirport ist bisher ausschliesslich durch die Strasse erschlossen, und das Auto ist das meist­verwendete Transportmittel, um zum Flug­hafen zu gelangen. Dank Linienbussen ist der Flughafen auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Bahnhöfe Basel SBB (Schweiz), Saint-Louis (Frankreich) und Freiburg im Breisgau (Deutschland) angebunden.

Das Projekt hat folgende Ziele:

  • Flugpassagiere (5,3 Millionen im Jahr 2012) und Mitarbeiter der Flughafenzone (ca. 6000 Stellen) sollen mit schnellen und zuverlässigen öffentlichen Verkehrsmitteln eine effiziente Alternative zum Privatverkehr erhalten.
  • Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens soll zur Entwicklung der tri­nationalen Agglomeration Basel und der gesamten Region Oberrhein beitragen.
  • Durch die Bahnanbindung wird der EuroAirport Basel–Mulhouse–Freiburg direkt von regionalen Personenzügen erschlossen:
    • 6 Züge/Stunde/Richtung von und nach Basel, mit ausreichenden Platzverhält­nissen und einer Zeitersparnis von ca. 10 Minuten gegenüber dem Individual­verkehr. Langfristig ist eine Erhöhung des Angebots auf 10 Züge/Stunde/Richtung vorgesehen, wovon zwei über Basel ohne Umsteigen nach Müllheim (Baden) und Freiburg im Breisgau durchgebunden werden.
    • 4 Züge/Stunde/Richtung von und nach Mulhouse, wovon zwei direkt bis nach Strasbourg fahren, mit einer Zeitersparnis von ca. 20 Minuten gegenüber der heutigen Verbindung.

Die Fertigstellung ist für den Horizont 2025 vorgesehen.