2030

Die Elektrifizierung der Hoch­rhein­strecke

Grenzüberschreitend schnelle Verbindungen

Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke stellt ein zentrales Projekt zur nachhaltigen Optimierung des Schienennahverkehrs in Baden-Württemberg dar und besitzt gleichzeitig erhebliche grenzüberschreitende Bedeutung zur Schweiz sowie für den Verkehr zwischen den Kantonen Basel-Stadt, Schaffhausen und Aargau über deutsches Gebiet. Sie hat damit eine weit über den blossen infrastrukturellen Effekt hinausreichende Dimension. Sie eröffnet mit ihren Synergien und positiven Wirkungen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten für die verbundenen Regionen und Kantone sowie für die Kommunen entlang der Strecke:

  • Die Integration der Regionalbahn Waldshut – Basel Bad Bf in das Netz der trinationalen S-Bahn Basel.
  • Eine Verdichtung der beschleunigten InterRegioExpress-Züge Basel Bad Bf–Schaffhausen–Singen (Hohentwiel) von einem Stunden- zu einem Halbstundentakt. Für eine spätere Phase wird zudem die Verlängerung dieser Züge über Singen hinaus untersucht, einerseits über Konstanz nach St. Gallen, andererseits über die Bodenseegürtelbahn nach Friedrichshafen.
  • Der Einsatz spurtstarker elektrischer Fahrzeuge ermöglicht einen Verzicht auf die Neigetechnik (und damit den Einsatz barrierefrei zugänglicher Fahrzeuge) sowie die Bedienung neuer S-Bahn-Haltestellen, ohne dass die Fahrzeit verlängert wird.

Mit diesem Projekt kann ein wichtiges Zeichen für die grenzüberschreitende Entwicklung von deutsch-schweizerischen Agglomerationen gesetzt werden, das weit über den unmittelbaren Grenzraum hinaus reicht.

Basierend auf einer grenzüberschreitenden Finanzierung führen DB Netz AG und DB Energie GmbH derzeit die Entwurfs- und Genehmigungsplanung durch (Leistungsphasen 3 und 4 nach HOAI ausgeplant). Ein Planfeststellungsbeschluss wird auf das Jahr 2024 angestrebt.

Der Schweizer Bund hat in seiner Vorlage zum Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 einen finanziellen Beitrag an die Realisierung des Projekts eingestellt. Diese Vorlage untersteht dem Beschluss des schweizerischen Parlamentes, welcher 2019 erwartet wird.