2030

Grenz­über­schreitende Durchmesser­linien dank Infrastruktur­projekt Herzstück-Basel

Der Begriff Herzstück steht für eine neue, leistungs­fähige Eisenbahn­verbindung zwischen den drei Bahnhöfen SBB, Badischer Bahnhof und St. Johann. Geplant als Tunnelsystem, liegt dieses Infrastruktur­vorhaben im Herzen der trinationalen S-Bahn Basel zwischen Mulhouse, Freiburg (Breisgau), Zell (Wiesental), Waldshut, Laufenburg/Frick, Olten und Delémont.

Das primäre Ziel des Projekts Herzstück-Basel ist es, die aus dem 19. Jahrhundert stammende Eisenbahn­infrastruktur in der Region Basel so zu ergänzen, damit

  • mittels Durchmesserlinien zahlreiche neue und schnelle Direktverbindungen entstehen,
  • Taktverdichtungen ohne grossflächige oberirdische Ausbauten im Stadtgebiet von Basel realisiert werden können,
  • sich mit zwei neuen Innenstadthaltestellen u. a. die prosperierenden Wirtschafts- und Life-Science-Punkte direkt erreichen lassen,
  • effiziente und normkonforme Produktionsprozesse die Kosten des Bahn- und Infrastrukturbetriebs insgesamt reduzieren,
  • die Nutzungskonkurrenz der Bahninfrastrukturen zwischen Regional-, Fern- und Güterverkehr zumindest im Kern der Agglomeration entschärft werden kann und
  • der Nachteil der dezentralen und überlasteten Bahnhofstandorte in Basel u. a. mit Reduktion der Umsteigenotwendigkeit sowie mit optimierten S-Bahn-Stationszugängen wesentlich verbessert wird.

Gesamthaft wird angestrebt, dass eine attraktive S-Bahn die Wirtschaftskraft der gesamten tri­nationalen Region stärkt, die Strassen entlastet und die Wohnqualität in der ganzen Region fördert.

Das Projekt Herzstück-Basel wird aktuell in der Planungs­stufe «Vorprojekt» von einem Konsortium getragen, dass von den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft gebildet und beim Verein Agglo Basel angesiedelt wurde.